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9.9.2010 : 12:19 : +0200

Bienenseuchenverordnung

Bienenseuchen.pdf

Allgemeines

Es ist in den letzten 100 Jahren gelungen, die Widerstandskraft unserer heimischen Bienen zu verbessern und die Krankheitsanfälligkeit erheblich zu reduzieren. Trotzdem spielen Erkrankungen, an denen Milben, Protozoen, Bakterien und Viren beteiligt sind, weiterhin eine erhebliche Rolle. Häufig ist eine Bienenrasse oder eine Zuchtlinie besonders anfällig für eine bestimmte Erkrankung. Die Imkerschaft ist vor allem an einer robusten Biene interessiert, die sich selbst ohne den Einfluß des Menschen helfen kann und insgesamt wenig anfällig ist.

 

Der Mensch hat die Möglichkeit, die Bienengesundheit durch Zucht und Auslese zu fördern. Das ist vor allem in den letzten 150 Jahren bereits in großem Umfang durch überlegte Zuchtprogramme von Instituten, Zuchtgemeinschaften und auch von Einzelimkern gelungen. Wir werden jedoch in jeder Saison von unerwarteten Zwischenfällen überrascht, die uns oft vor unlösbare Probleme und Rätsel stellen. Dabei spielen besonders flüchtige, schwer zu diagnostizierende Viruserkrankungen eine große Rolle. Außerdem sind daran auch andere Faktoren beteiligt, welche die Abwehrkräfte der Bienen schwächen und sie anfällig für Krankheiten machen.